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Griechisch-pontische Kulturpolitik

25A16903

Leitung:
Pantelis Apatsidis

Ort:
Pontischer Club/Bürgerschule, Schaufelder Str. 30

Zeit:
Sonntag, 14.00 - 16.30 Uhr, wöchentlich

Kontakt:
Pantelis Apatsidis, Tel. 0171- 715 50 59

Die TeilnehmerInnen sollen auf der Grundlage eines modernen Verständnisses von Kulturpolitik die Strukturen einer lebendigen griechisch- pontischen Identität innerhalb der deutschen Aufnahmegesellschaft und der griechischen Diaspora weiterentwickeln. Neben der Reflexion der traditionellen Fest- und Sprachkultur werden für verschiedene Zielgruppen fachliche Inhalte angeboten (Jugendpolitik, Sozialpolitik für Ältere und Familien) und ausführlich politisch diskutiert.

Schwerpunkt im Jahr 2012 ist die politische Diskussion der griechischen Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf das innen- und außenpolitische Klima der gesamten Europäischen Union. Anstatt über die weitere Ost-Erweiterung der EU inkl. Georgien, der Ukraine und Moldawien zu diskutieren, werden anhand der griechischen, portugiesischen und italienischen Haushalte ernsthaft Austritte aus der Eurozone diskutiert. Der erfolgte Beitritt von Rumänien, Bulgarien und Polen zum Schengener Abkommen, die umstrittene Umsetzung des EU-Beitritts von Zypern, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und der Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien werden unter diesem Blickwinkel völlig neu diskutiert und aus pontisch- griechischer Sicht bewertet.

Vor allem die Vergleiche der Steuer-, Finanz-, Arbeits- und Sozial­rechts-Systeme in Griechenland, England, Frankreich und Deutschland werden intensiviert, ebenso jedoch die aktuellen Entwicklungen rechtspopulistischer Parteien in Europa vor dem Hintergrund einer dramatischen Sparpolitik, die an die Lage in den frühen 30er-Jahren erinnert. Anlässlich der Diskussion über deutsche Truppeneinsätze weltweit und der Pseudounabhängigkeit des Kosovo inkl. des Erstarkens von Albanien werden auch die Folgen eines europäischen militärischen Rückzugs aus Bosnien, Kosovo, Makedonien und Montenegro wieder ein Thema. Nicht zuletzt sollen die Auswirkungen einer offensiven ökologischen Energie- und Ressourcenpolitik, Migrations- und Menschenrechtspolitik sowie eine gerechte Fiskalpolitik unter der neuen konservativen und „technokratischen“ Regierung Griechenlands ( und anderer südeuropäischer Länder) diskutiert werden.

Lit: http://www.handelsblatt.com/politik/international/gutachten-eu-vertrag-v... http://www.spiegel.de/thema/finanzkrise_in_griechenland/